Aktuelle Nachrichten

Außerordentliche Hauptversammlung stimmt Finanzierungsplan zu

Am 27. Oktober trafen sich die Aktionäre im Preußischen Landwirtshaus unweit des Berliner Olympiastadions zu einer außerordentlichen Hauptversammlung. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Wolter und Geschäftsführer Ingmar Pering gaben einen Bericht über die jüngsten Entwicklungen ab und erläuterten den Finanzierungsplan für den weiteren Umbau der Hertha. Mit großer Mehrheit stimmten die Aktionäre der Verpfändung des Schiffs für die weitere Finanzierung zu.

27.10.2021

Weitere Umbaupläne auf der Hauptversammlung vorgestellt

Entwurf der Hertha
Entwurf der Hertha – Zeichnung: Förster

Am 31. August fand im Preußischen Landwirtshaus unweit des Berliner Olympiastadions die turnusmäßige Hauptversammlung der 1892ste Schiffsbetriebs GmbH & Co. KGaA statt. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Wolter und Geschäftsführer Ingmar Pering erläuterten, was im vergangenen Jahr alles passiert ist und stellten sich den Fragen der Aktionäre.

Hauptversammlung August 2021
Aufstichtsrat, Geschäftsführung und Versammlungsleitung bei der Hauptversammlung im August 2021 – Foto: Harald Voß

Anschließend wurden die Umbaupläne detailliert vorgestellt, mit denen die Hertha wieder ihrem ursprünglichen Aussehen angenähert werden soll. So soll das Schiff wieder ein durchgehendes Oberdeck erhalten, aber trotzdem den modernen Bestimmungen entsprechen, die nötig sind, um die Fahrgenehmigung als reguläres Fahrgastschiff zu erhalten. So müssen zusätzliche Schotten eingebaut, die Abgänge in das Unterdeck verändert und der Führerstand vergrößert werden. Die Toilettenanlage wird behindertengerecht etwas abgesenkt direkt hinter dem Führerstand untergebracht, um das äußere Erscheinungsbild hier nicht zu stören. Oberhalb der Toilettenanlage wird es einen umklappbaren Schornstein geben, der allerdings keine Funktion haben wird, da das Schiff mittlerweile von zwei sparsamen Dieselmotoren angetrieben wird und nicht mehr von einer Dampfmaschine. Die Sitzbänke auf dem Oberdeck und in den beiden Salonbereichen werden wie im historischen Vorbild wieder überwiegend längs der Fahrtrichtung angeordnet, was das Schiff besonders geeignet für Feiern und Veranstaltungen macht. Auf der Zeichnung noch nicht erkennbar, aber grundsätzlich geplant, ist auch wieder ein Sonnenschutz auf dem Achterdeck, der an heißen Tagen vor zu intensivem Sonnenschein schützen soll. Und auch die Absenkung des Buges wie beim historischen Vorbild ist noch nicht vom Tisch. Die grundlegenden Umbaumaßnahmen in der Werft Malz sind für diesen Winter geplant. Wenn alles klappt, wird eine weitestgehende Fahrtüchtigkeit zum 130jährigen Jubiläum von Hertha BSC im Juli 2022 angestrebt, der Innenausbau kann aber möglicherweise noch etwas länger dauern. Hier ist auch eine Unterstützung durch Freiwillige geplant, insbesondere bei den Holzarbeiten im Innenbereich und der Lackierung außen wie innen sollen die Fans wieder beteiligt werden.

01.09.2021

Entkernung fast abgeschlossen - Rückbau beginnt in den nächsten Tagen

Die Entkernung der Hertha ist nun so gut wie abgeschlossen. Alle Einbauten, Wand- und Deckenverkleidungen sowie die Zwischenwände sind entfernt worden, auch das hölzerne Dach des hinteren Oberdecks ist vollständig abgebaut worden. Auch Aufsichtsratsmitglied Renate Döhmer wollte es sich nicht nehmen lassen, zusammen mit ihrer Familie tatkräftig bei den Abbauarbeiten mitzuhelfen.

In den nächsten Tagen sollen dann auch die Metallwände des hinteren Oberdecks abgeschnitten werden, um die Hertha wieder dem Ursprungszustand mit einem durchgehenden Oberdeck anzunähern. In den Rumpf müssen noch zusätzliche Schotten eingezogen werden, außerdem sollen alle Metallteile auch im Innenbereich einen neuen Schutzanstrich erhalten. Schließlich wird dann das Oberdeck auch im Mittelbereich durchgezogen. Hier soll sich zukünftig die Toilettenanlage befinden.

20.07.2021

Hertha wird entkernt und auf die alte Hauptdeck-Ebene zurückgebaut

Helfer bei der Entkernungsaktion
Foto: Harald Voß

Ehe die Umbaumaßnahmen durchgeführt werden können, die der Hertha wieder ein Aussehen geben soll, das dem Ursprungszustand ähnelt, müssen die Innenräume vollständig entkernt werden. Dazu wurden nun alle Inneneinbauten wie Sitzbänke und Tische ebenso entfernt, wie Decken- und Wandverkleidungen. Alles was brennbar ist muss nun raus und später durch nichtbrennbare Materialien ersetzt werden. Auch die Fenstereinfassungen und Holzverkleidungen an den Spanten müssen leider weichen, auch wenn das nicht so schlimm ist, weil die meisten Holzteile durch die jahrelange Wettereinwirkung nicht mehr so ganz ihre Funktionen erfüllt haben.

hinteres Oberdeck nach Entfernung der Toilettenanlagen – Foto: Ingmar Pering

In einem zweiten Schritt werden auch die hohen Aufbauten, die erst in den 60er Jahren dazu kamen, wieder entfernt und im Rumpf neue Schotten eingezogen. Um die Fahrtgenehmigung auf Berliner Gewässern zu erhalten, sollen aber auch die Treppenanlagen verändert werden. Ob das Deck in seiner Höhe verändert werden muss, wird eine erste Abstimmung mit der SUK (Schiffsuntersuchungskonmmission bei der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung) noch zeigen.
Auf jeden Fall soll das Schiff dann wieder ein durchgehendes Oberdeck erhalten, wie sich auf alten Fotos sehen lässt.

Dieses Postkartenmotiv zeigt die Hertha an der Dampferanlegestelle in Tegel vermutlich Anfang der 30er Jahre
Geschäftsführer Ingmar Pering beim Entfernen einer Zwischenwand – Foto: Harald Voß

Geschäftsführer Ingmar Pering packte selbst mit an und entfernte eine Zwischenwand.

Fundstück
Fundstück – Foto: Harald Voß

Dabei kam auch das die eine oder andere Fundstück zu Tage, wie diese Mark, die hinter die Wandverkleidung gerutscht war.

12.07.2021

Nachrichtenarchiv